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Juristische Fehlberatung kostet die Existenz

Mein Vater hatte 1994 das Haus mit aufgebaut und auch danach hatten meine Eltern in das Haus und die darin befindliche eigengenutzte Mietwohnung investiert. Gedacht war es als Erbe und als Investition in meine Ehe. Aufgrund einer besonderen Erkrankung meinerseits, dem Holzschutzmittel-Syndrom, musste das Haus weitgehend chemie-und schadstofffrei realisiert werden. Ich arbeitete in dieser Zeit in selbständiger Tätigkeit vorwiegend in stundenweiser Heimarbeit. Daneben engagierte ich mich, bedingt durch die eigene Betroffenheit, ehrenamtlich in Selbsthilfe für ebenfalls Erkrankte. Im Jahr 2002 erlitt mein Vater einen Schlaganfall der ihn halbseitig lähmte. Ihn habe ich in den folgenden 13 Jahren mit betreut.

Doch die Ehe hielt nicht. Nach der Scheidung von meinem Mann stand ich unvermittelt allein da. Die vermeintlich gütliche Trennung führte zum Fiasko. Sogar meine Familie, sich dem entziehend, wandte sich von mir ab. Es geschahen Dinge, die ich bis dahin nie für möglich gehalten hätte.

Nicht nur, dass ich nicht mehr in der Lage war meinen Vater weiterhin zu betreuen, ich musste Angst vor dem Verlust meines Obdachs haben. Die Hartz IV-Betreuung tat Ihr demoralisierendes Übriges. Denn meine Selbstlosigkeit der bisherigen Jahre wurde nicht nur entwertet, sie wurde sogar als eigene Dummheit ausgelegt. Meine Heimarbeit sei nicht förderungswürdig und jegliche Selbsthilfe wurde diktiert. Gänzlich mittellos geworden erfuhr ich eine totale externe Blockade. Hilfe zum eigenständigen Leben? Fehlanzeige! Ich wurde nun auch rechtlich um alles gebracht. Daher zog ich im Sommer 2014 neu beraten in das Ehehaus zurück und somit zu den Eltern. Ich war mir der Konsequenzen bewusst und wollte retten was rettbar schien.

Doch falschem juristischem Rat folgend, schöpfte ich meine letzten finanziellen Reserven schon anfangs aus. Weitere Falschberatungen und juristischen Fehler meiner Anwälte und unsinnige behördlichen Odysseen kosteten mich schließlich vollends meine Existenz.

Meine bisherige Rücksichtnahme auf die im Haus verbliebenen Eltern, aber auch meine persönliche Situation wurden von meinem Ex-Mann rücksichtslos ausgenutzt. Er entzog sich zuletzt jeder Verantwortung und Pflichten. Alle Hypotheken- und Hauszahlungen wurden von ihm eingestellt.

Die Bank versäumte, mich zeitig über Verzug in den Zahlungen in Kenntnis zu setzen. Die Rückstände waren für mich uneinholbar.

Dennoch war ich nicht bereit aufzugeben. Ich stieß auf Aktion Neuanfang, die mir neue Motivation und Zuversicht brachte. Ich kämpfe nun gemeinsam mit Aktion Neuanfang an meiner Seite für einen wirklichen Neuanfang. Ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich wünsche mir ein wieder selbstbestimmtes Leben und den Erhalt meines Heims, des Hauses welches mein Vater bis zu seiner Erkrankung gemeinsam mit mir in liebevoller Arbeit verwirklichte.