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Warum wird meine Immobilie so niedrig geschätzt? Ich habe doch ursprünglich viel mehr bezahlt?

Sie fühlen sich betrogen, doch dies ist im Regelfall nicht dem Gutachter anzulasten, sondern den Bewertungsmodellen, die verwendet werden. Mit Ihrem Ein- oder Zweifamilienhaus fallen Sie in das sogenannte Sachwertverfahren. Hierbei verliert Ihre Immobilie in jedem Jahr 1,25% an Substanzwert. Ihr Grundstück ist davon nicht betroffen.

Nun gibt es in Ihrer Region einen Gutachterausschuss der alle Kaufverträge und Ergebnisse von Zwangsversteigerungen auswertet und dadurch einen Ab- oder Zuschlag auf Gebäude wie Ihres ermittelt (Abhängig von der Lage und dem Wert Ihres Grundstücks). Der Gutachterausschuss ermittelt also den tatsächlich gezahlten Preis einer Immobilie, abgesehen von ihrem Substanzwert. Das Ergebnis ist ein Multiplikator den der Gutachter Ihrer Immobilie verwenden muss, egal ob Ihre Immobilie in Wirklichkeit viel mehr gekostet hat.

Wenn Sie den Gutachter zudem nicht in Ihre Immobilie reingelassen haben, wird dieser zusätzlich zwischen 10 und 30% Abschlag auf den ermittelten Bauwert gemacht haben.

Je nachdem, welche Lösung Sie für Ihre Zwangsversteigerungsproblem erwägen, kann ein niedrig geschätztes Gebäude auch von großem Vorteil für Sie sein!